Bauchtanz in Indien

Der orientalische Tanz, auch einfach nur Bauchtanz genannt, hat eine sehr lange Tradition.

Im Arabischen wird der orientalische Tanz `Raqs Sharqi´ (رقص شرقي) genannt, was wörtlich übersetzt soviel wie `Tanz des Ostens´ bedeutet. Ursprünglich kommt der Bauchtanz aus Ägypten und Mesopotamien. Im Ägypten der Pharaonenzeit haben die Tänzerinnen noch oben ohne oder gänzlich nackt getanzt.

Heute tragen die Bauchtänzerinnen zumeist spezielle Kostüme. Diese traditionellen Galabijas (Hemdkleider) bestehen aus feinsten Stoffen, sind reichhaltig bestickt und in Handarbeit gefertigt.

Der orientalische Tanz ist vielfältiger als man annimmt, denn mit dem Begriff werden in der Regel auch die vielen Volkloretänze zusammengefasst. Die alleinige Bezeichnung Bauchtanz wird somit der großen Vielfalt der orientalischen Tänze nicht gerecht. Wie bei den meisten anderen Tänzen, ist auch hier der gesamte Körper, und in hohem Maße auch die Arme und Hände beteiligt.

Mitte der achtziger Jahre hat sich neben den damals bekannten Tänzen auch der Bauchtanz in der westlichen Welt etablieren können. Nicht zuletzt die Legende um Mata Hari, einer angeblichen Spionin, welche ihre Gegner oft mit orientalischen Tänzen verzauberte bzw. zum Schweigen brachte, hat die Verbreitung weiter gefördert. Andere bekannte Bachtänzerinnen sind z.B. Samia Gamal, Suheir Saki oder Nagua Fuad.

Bauchtanz dient dazu, den Körper und den Geist zu verbinden. Die Frauen offenbaren aber immer auch ihr momentanes Lebensgefühl. Auf die Seele kommt es beim orientalischen Tanz ganz besonders an.