Diwali, das indische Lichterfest, hat 2026 seinen Haupttag am Sonntag, dem 8. November, mit dem Fest der Göttin Lakshmi am Abend. Die Festtage reichen etwa vom 7. bis 10. November. Das Fest steht für den Sieg des Lichts über die Dunkelheit und bringt Lichterketten, Süßigkeiten, Feuerwerk und volle Züge mit sich.
Diwali (auch Deepavali, „Reihe von Lichtern“) ist das wohl wichtigste und sichtbarste Fest im indischen Jahr. Häuser werden geputzt und geschmückt, Familien zünden Öllämpchen an, tauschen Süßigkeiten und Geschenke aus, und abends erleuchten Straßen, Märkte und Tempel. Für Reisende ist es eine der eindrucksvollsten Zeiten im Land, aber auch eine, in der Transport, Unterkünfte und Öffnungszeiten besondere Planung brauchen. Diese Seite erklärt, wann Diwali 2026 stattfindet, was an den einzelnen Tagen geschieht, wie das Fest regional gefeiert wird und was du als Gast beachten solltest. Einen Überblick über alle wichtigen Festtage findest du unter Feste und Feiertage in Indien.
| Haupttag 2026 | Sonntag, 8. November 2026 (Lakshmi Puja am Abend, Stand 31.10.2026) |
|---|---|
| Festtage | etwa 7. bis 10. November 2026 |
| Kalender | Mondkalender, Neumond im Monat Kartik; Termin wechselt jährlich zwischen Oktober und November |
| Bedeutung | Sieg des Lichts über die Dunkelheit, Neubeginn, Wohlstand |
| Religionen | Hindus, Jainas, Sikhs und teils Buddhisten feiern mit eigener Deutung |
| Typisch | Öllämpchen (Diyas), Rangoli, Süßigkeiten, Geschenke, Feuerwerk |
| Für Reisende | Züge und Flüge früh buchen, manche Geschäfte schließen kurz |
Häufige Fragen auf dieser Seite
Wann ist Diwali 2026 und wie lange dauert es?
Diwali richtet sich nach dem indischen Mondkalender und fällt deshalb jedes Jahr auf ein anderes Datum des gregorianischen Kalenders. Der Haupttag liegt in der Nacht des Neumonds im Monat Kartik. Im Jahr 2026 ist das Sonntag, der 8. November. Die Uhrzeit der Lakshmi Puja, dem abendlichen Gebet an die Göttin des Wohlstands, unterscheidet sich von Stadt zu Stadt, weil sie am Sonnenuntergang hängt. Lokale Kalender (Panchang) und Tempel nennen die genauen Zeiten.
Das Fest erstreckt sich über mehrere Tage. Üblicherweise wird der Tag davor als Naraka Chaturdashi oder „kleines Diwali“ begangen (2026 am 7. November), am Tag nach dem Hauptfest folgt Govardhan Puja (9. November) und am vierten Tag Bhai Dooj, an dem Geschwister einander ehren (10. November). Häufig zählt noch Dhanteras als Auftakt, an dem man traditionell etwas Neues für das Haus kauft. Regional gibt es Abweichungen bei Zählung und Namen, und je nach Quelle verschiebt sich ein Tag. Plane deshalb mit einem Fenster von etwa einer Woche rund um den 8. November. Alle Termine stehen unter dem Vorbehalt, dass du sie kurz vor der Reise noch einmal prüfst.
Wer Diwali nicht nur zufällig erwischt, sondern bewusst erleben will, sollte frühzeitig buchen. Die Tage davor sind die Hauptreisezeit für indische Familien, die in ihre Heimatorte fahren. Fernzüge sind lange im Voraus ausgebucht, Inlandsflüge werden teuer, und beliebte Unterkünfte in Städten wie Jaipur oder Varanasi füllen sich. Grundlagen zu Zügen erklärt die Seite zur Fortbewegung in Indien.
Was wird an Diwali gefeiert?
Die Deutung des Festes ist vielfältig, und genau das macht es spannend. Im Norden und Westen Indiens verbinden viele Hindus Diwali mit der Rückkehr von Rama nach Ayodhya, nachdem er im Epos Ramayana den Dämon Ravana besiegt hat. Das Volk soll die Stadt damals mit Lichtern erleuchtet haben, und dieses Bild prägt das Fest bis heute. Im Mittelpunkt der Hauptnacht steht in vielen Familien die Verehrung der Lakshmi, der Göttin von Glück und Wohlstand. Kaufleute eröffnen traditionell ihr neues Geschäftsjahr, Haustüren bleiben offen, damit die Göttin eintreten kann.
In anderen Regionen liegen die Akzente anders. In Bengalen wird in derselben Nacht häufig die Göttin Kali verehrt. In weiten Teilen des Südens ist der Tag vor dem Hauptfest besonders wichtig, an dem man früh am Morgen aufsteht und ein rituelles Bad nimmt. Für Jaina erinnert Diwali an das Erlöschen (Nirvana) ihres Lehrers Mahavira, für viele Sikhs ist es mit dem Fest Bandi Chhor Divas verbunden, das an die Freilassung des sechsten Gurus erinnert und besonders am Goldenen Tempel in Amritsar gefeiert wird. Dass so viele Gemeinschaften das Licht feiern, zeigt, wie sehr das Fest über eine einzelne Religion hinausreicht. Mehr zum religiösen Hintergrund liefert die Seite zu den Religionen in Indien.
Wie wird Diwali gefeiert und was gehört dazu?
Schon Wochen vorher beginnt der Großputz. Häuser werden gestrichen, Fenster gewaschen, neue Kleidung gekauft. Vor den Eingängen entstehen Rangoli, farbige Muster aus Pulver, Blüten oder Reis, die Glück bringen sollen. Am Abend werden Diyas aufgestellt, kleine Tonlämpchen mit Öl und Docht, dazu kommen Lichterketten, Laternen und Kerzen. Familien beten gemeinsam, essen zusammen und besuchen Verwandte und Nachbarn.
Zu den festen Bräuchen gehören Süßigkeiten (Mithai) und kleine Geschenke, oft Trockenfrüchte, Gebäck oder Konfekt. Märkte verkaufen in diesen Tagen Lampen, Dekoration und Kleidung. Auch Feuerwerk gehört traditionell dazu, wird jedoch zunehmend kontrovers diskutiert. In manchen Städten, darunter Delhi, gelten seit Jahren Einschränkungen für Böller und Feuerwerk, weil die Luft im Herbst ohnehin stark belastet ist. Wer empfindliche Atemwege hat, plant für die Tage um das Fest Rückzugsorte mit Luftreiniger ein und beobachtet die Luftqualität. Hinweise zu Smog und Gesundheit findest du im Ratgeber Sicherheit in Indien und unter Gesundheit und Impfungen.
Wenn du Gast in einer Familie bist, gilt: Bring ein kleines Geschenk mit, zum Beispiel Süßigkeiten, und nimm Essen und Segen freundlich an. Wer eingeladen wird, ist willkommen, ohne dass man ihn zum Mitbeten drängt. Kleidung in Festfarben ist beliebt, besonders Gelb, Rot und Orange, aber du musst dich nicht verkleiden. Mehr zu Etikette erfährst du auf der Seite Verhalten und Knigge.
Soll ich während Diwali nach Indien reisen?
Das hängt davon ab, was du suchst. Die Zeit ist stimmungsvoll: Städte leuchten, die Luft ist gefüllt von Musik, Gewürzen und Gesprächen, und du siehst, wie wichtig das Fest für das Land ist. Dafür musst du mit Einschränkungen leben. Transport ist knapp und teuer, Unterkünfte in Pilger- und Altstadtlagen sind früh vergeben, und besonders am Hauptabend sind viele Läden, Restaurants und Sehenswürdigkeiten zeitweise geschlossen, weil die Besitzer mit ihren Familien feiern. Rechne damit, dass Besichtigungen am 8. November und am Folgetag nur eingeschränkt möglich sind, und frage Hotels vorher nach Öffnungszeiten. Konkrete Angaben ändern sich, prüfe sie darum immer direkt vor Ort.
Klimatisch liegt Diwali im Übergang zur Hauptsaison. In Nordindien ist es nach dem Monsun meist angenehm, im Süden fällt in dieser Zeit je nach Küste noch Regen. Mehr dazu, welche Region wann am besten passt, steht unter Beste Reisezeit für Indien. Auch Einreise und Visum solltest du früh klären: Visum und Einreise.
Diwali in den Städten: Wo es besonders eindrucksvoll ist
In Amritsar spiegelt sich der beleuchtete Goldene Tempel im heiligen Becken, und Zehntausende Gläubige besuchen ihn. In Jaipur werden die Basare der Altstadt mit Lichtern geschmückt, die Pinke Stadt wirkt in diesen Tagen besonders festlich (siehe Jaipur Reiseführer). In Varanasi leuchten die Ghats mit Öllampen am Ganges; die berühmte Lichterfeier „Dev Deepawali“ findet allerdings etwa zwei Wochen nach Diwali statt, zum Vollmond im selben Monat, und ist ein eigener Anlass (Varanasi). Ayodhya, die Stadt von Rama, richtet zu Diwali große Lichterfeste aus, bei denen Hunderttausende Lampen entzündet werden, wie indische Medien regelmäßig berichten. In Mumbai und Delhi sind Märkte, Hochhäuser und Tempel geschmückt; der Trubel ist groß, die Luft oft schlecht (Delhi, Mumbai).
Was du essen und mitbringen kannst
Diwali ist auch ein Fest der Küche. Auf den Tellern landen Gebäck wie Ladoo, Barfi, Gulab Jamun und Jalebi, herzhafte Snacks wie Chakli oder Namkeen und in vielen Haushalten aufwendige Festessen. Süßwarengeschäfte füllen Boxen für Geschenke, und das Verschenken ist ein wichtiger Teil der Tradition. Wer eingeladen ist, kann Süßigkeiten aus einer guten Konditorei mitbringen. Kauf lieber verpackte Ware aus renommierten Läden. Wenn du dich für die Hintergründe interessierst, hilft der Beitrag über die indische Küche.
Für Souvenirs bieten sich Öllämpchen, Windlichter, Textilien und Gewürze an. Handeln ist üblich, in der Festzeit sind Preise auf touristischen Märkten aber oft höher als sonst. Bleib freundlich, vergleiche mehrere Stände und bezahle, was dir die Ware wert ist. Details zu Geld und Trinkgeld stehen im Ratgeber Geld, Kosten und Trinkgeld.
Respektvoll feiern: Regeln für Gäste
Als Besucher bist du Beobachter und oft willkommener Gast. Frage vor Fotos von Familien oder Ritualen, besonders in Wohnhäusern und bei Gebeten. Trage in Tempeln bedeckende Kleidung und ziehe die Schuhe aus. Halte beim Feuerwerk Abstand und achte auf Kinder, Tiere und dichte Menschenmengen, denn Böller werden oft nah an Gehwegen gezündet. Wenn du Hotels in Altstädten buchst, sind die Nächte laut; Ohrstöpsel sind sinnvoll. Sicherheitshinweise für Menschenmengen und Kleinkriminalität bietet die Seite Sicherheit in Indien; als Frau findest du zusätzliche Tipps unter Reisen als Frau in Indien.
Buche Zug und Unterkunft für Diwali so früh wie möglich und plane für den Hauptabend einen Ort ein, an dem du ohne Hektik zuschauen kannst: ein Dachterrassen-Café in der Altstadt, eine Unterkunft mit Blick auf die Lichter oder ein Besuch bei einer Gastfamilie, die du über seriöse Anbieter kennenlernst. Wer am Tag nach dem Fest reist, erlebt oft leere Straßen und freundlich verschlafene Städte, in denen Reste von Rangoli und Lampen noch zu sehen sind.
Ist Diwali jedes Jahr am gleichen Datum?
Nein. Diwali folgt dem Mondkalender und fällt auf den Neumond im Monat Kartik. Das Datum wechselt zwischen Oktober und November. 2026 ist der Haupttag der 8. November.
Sind während Diwali Geschäfte und Sehenswürdigkeiten geschlossen?
Teilweise. Am Hauptabend und am Folgetag schließen viele Läden und Restaurants, einige Sehenswürdigkeiten haben verkürzte Zeiten. Frage vor Ort nach, die Regeln sind nicht einheitlich.
Darf ich als Tourist an Diwali teilnehmen?
Ja. Du kannst Märkte, Tempel und Straßenfeste besuchen. In Familien bist du bei Einladung willkommen. Zeige Respekt, frage vor Fotos und achte auf Sicherheit rund um Feuerwerk.
Was ist der Unterschied zwischen Diwali und Dev Deepawali?
Diwali ist das große Lichterfest zum Neumond. Dev Deepawali wird in Varanasi etwa zwei Wochen später zum Vollmond gefeiert, wenn die Ghats mit Tausenden Öllampen erleuchtet sind.
Feste in Indien erleben
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