Südindien & Kerala Rundreise

Südindien & Kerala Rundreise

Eine Südindien-Rundreise mit Kerala führt durch das grüne, entspannte Gesicht Indiens: Backwaters per Hausboot, Teeplantagen in Munnar, Gewürzgärten, farbenprächtige Tempelstädte in Tamil Nadu und die Strände Keralas. Die Route gilt als ideal für Genießer und Familien. Zwei Wochen sind ideal, beste Reisezeit ist von Oktober bis März.

Wer den Norden Indiens mit seinen Palästen und Basaren kennt, entdeckt im Süden ein anderes Land: langsamer, grüner, kulinarisch milder. Kerala und das benachbarte Tamil Nadu sind geprägt von Palmen, Reisfeldern und einem dichten Netz aus Kanälen und Lagunen – den berühmten Backwaters. Dazwischen ragen kunstvoll bemalte Tempeltürme in den Himmel, duften Gewürzgärten nach Kardamom und Pfeffer, und in den Bergen von Munnar ziehen sich Teeplantagen bis zum Horizont. Der Süden ist die perfekte Route für alle, die Indien in Ruhe genießen wollen – als erste Reise ebenso wie als kontrastreiche Fortsetzung nach dem Goldenen Dreieck.

RegionKerala & Tamil Nadu, Südindien
Dauer12 bis 16 Tage (ideal), ab 10 Tagen
Beste ReisezeitOktober bis März
LandschaftBackwaters, Teeberge, Palmenstrände
HighlightsHausboot, Munnar, Tempelstädte, Ayurveda
FortbewegungAuto mit Fahrer, Züge, Hausboot
Geeignet fürGenießer, Familien, Naturfreunde

Welche Höhepunkte bietet Südindien?

Der Süden reiht seine Höhepunkte an einer landschaftlich abwechslungsreichen Strecke auf:

  • Kochi (Cochin): Der ideale Startpunkt – eine Hafenstadt mit portugiesischem, holländischem und britischem Erbe, chinesischen Fischernetzen und einem lebendigen Künstlerviertel in Fort Kochi.
  • Munnar: Kühles Hochland mit endlosen Teeplantagen, Nebelwäldern und Aussichtspunkten – eine grüne Wohltat nach der Hitze der Ebene.
  • Periyar & die Gewürzberge: Wildreservat am See und duftende Gewürzgärten mit Kardamom, Pfeffer und Zimt.
  • Die Backwaters um Alleppey: Eine Nacht auf einem traditionellen Hausboot, das lautlos durch Kanäle und Lagunen gleitet.
  • Tempelstädte in Tamil Nadu: Madurai, Thanjavur und Mahabalipuram mit ihren gewaltigen, bunt bemalten Tempeltürmen.

Wer Zeit hat, verbindet den Süden mit einem Abstecher zu den Ruinen von Hampi im benachbarten Karnataka.

Ein bunt bemalter Dravida-Tempelturm (Gopuram) in Tamil Nadu
Kunstvoll bemalte Gopurams krönen die Tempelstädte Südindiens in Tamil Nadu.

Wie sieht ein Ablauf für zwei Wochen aus?

Eine bewährte Route beginnt in Kochi (zwei Nächte) und steigt dann hinauf nach Munnar (zwei Nächte) in die Teeberge. Weiter geht es zum Periyar-Reservat (eine bis zwei Nächte) mit Bootssafari und Gewürzplantagen, danach hinunter zu den Backwaters bei Alleppey oder Kumarakom mit einer Hausbootnacht. Zur Erholung folgt der Strand von Varkala oder Marari (zwei Nächte). Wer die Route nach Tamil Nadu erweitert, fährt weiter zu den Tempelstädten Madurai und Thanjavur und beendet die Reise an der Küste bei Mahabalipuram nahe Chennai. So entsteht ein Bogen vom Meer über die Berge zurück ans Meer, mit stetig wechselnden Landschaften und einem entspannten Rhythmus.

Wann ist die beste Reisezeit für Südindien?

Die angenehmste Zeit ist der trockene Winter von Oktober bis März mit warmen, aber nicht extremen Temperaturen und wenig Regen. Der Südwestmonsun bringt von Juni bis September ergiebige Regenfälle; die Küste ist dann grün und günstig, aber Bootsfahrten und Strandtage sind eingeschränkt. Eine Besonderheit Keralas: Viele Reisende kommen bewusst in der Monsunzeit für eine Ayurveda-Kur, weil die feuchte, kühlere Luft nach ayurvedischer Lehre ideal für die Behandlungen ist. Anders als im Norden bleibt der Süden auch im Winter mild – dicke Kleidung brauchst du höchstens für kühle Abende in Munnar. Details stehen unter beste Reisezeit.

Geheimtipp

Buche für die Backwaters kein großes Hausboot, sondern eine Kanufahrt oder ein kleines Dorf-Homestay abseits von Alleppey – etwa rund um Kumarakom oder in den schmalen Kanälen bei Kollam. Die großen Boote kommen in die breiten Hauptkanäle nicht überall hin; im Kanu gleitest du durch enge, palmengesäumte Wasserwege, vorbei an Reisfeldern und Dörfern, wo das ursprüngliche Kerala noch lebt. Und probiere unbedingt ein Sadhya, das vegetarische Festmahl auf dem Bananenblatt – am authentischsten in einem einfachen lokalen Restaurant statt im Hotel.

Wie reist man in Südindien am besten?

Der Süden ist entspannter zu bereisen als der Norden. Beliebt ist das Auto mit Fahrer, weil sich die Ziele – Küste, Berge, Backwaters – gut zu einer Rundfahrt verbinden lassen und die Straßen ordentlich sind. Das Bahnnetz ist ebenfalls gut ausgebaut; die Küstenstrecke entlang Keralas ist landschaftlich schön. Für die Backwaters wechselst du aufs Hausboot oder ins Kanu, in den Nationalparks auf das Safari-Boot. Innerorts sind Auto-Rikschas praktisch. Weil die Etappen kürzer und die Fahrer ruhiger unterwegs sind als im hektischen Norden, empfinden viele Erstreisende Südindien als sanften Einstieg. Praktische Hinweise findest du in der Reiseplanung.

Für wen eignet sich die Südindien-Route?

Südindien ist ideal für alle, die Indien ruhig, grün und kulinarisch erleben wollen. Familien schätzen die kurzen Wege, die entspannten Fahrer und die Mischung aus Natur und Strand. Genießer kommen für Ayurveda, Gewürze und die milde, kokosreiche Küche. Naturfreunde finden Teeberge, Nationalparks und Wasserlandschaften. Und wer den intensiven Norden schon kennt, erlebt hier den größtmöglichen Kontrast – weshalb viele beides kombinieren: ein paar dichte Tage im Norden, danach Erholung im Süden. Als Einstieg gilt Kerala sogar als das entspannteste Indien-Ziel überhaupt.

Was macht die südindische Küche aus?

Südindien ist ein Fest für Genießer. Die Küche ist überwiegend vegetarisch, reich an Kokos, Curryblättern und Reis und meist milder gewürzt, als man es aus dem Norden kennt. Zum Frühstück gibt es Dosa (knusprige Reispfannkuchen), Idli (gedämpfte Reisküchlein) und Vada, dazu Kokos-Chutney und die würzige Linsensuppe Sambar. Mittags wird oft ein Thali oder in Kerala ein Sadhya serviert – ein ganzes Menü aus vielen kleinen Gerichten auf einem Bananenblatt, das man traditionell mit der rechten Hand isst. An der Küste kommen frischer Fisch und Meeresfrüchte hinzu. Wer tiefer eintauchen will, bucht einen der vielen Kochkurse, die Gastgeber überall anbieten. Mehr zur indischen Esskultur steht im Bereich Kultur.

Was hat es mit Ayurveda in Kerala auf sich?

Kerala gilt als das Ursprungsland des Ayurveda, der jahrtausendealten indischen Heilkunst. In zahllosen Zentren – vom einfachen Behandlungshaus bis zum Luxusresort – kann man Massagen, Kräuteranwendungen und ganze Kuren erleben. Viele Reisende kommen bewusst in der Monsunzeit, weil die feuchte, kühlere Luft nach ayurvedischer Lehre die Poren öffnet und die Behandlungen besonders wirksam macht. Für eine echte Kur solltest du mindestens ein bis zwei Wochen einplanen und auf zertifizierte Häuser mit ausgebildeten Ärzten achten; eine einzelne Massage lässt sich dagegen überall spontan buchen. Auch für Einsteiger ist Ayurveda ein entspannter Kontrast zum Sightseeing – und passt perfekt zum ruhigen Rhythmus des Südens.

Welche Strände lohnen sich in Kerala?

Nach Backwaters und Bergen ist ein Strandtag der perfekte Abschluss. Varkala besticht mit roten Klippen über dem Meer und Cafés mit Aussicht, das ruhige Marari zeigt das ursprüngliche Fischerdorf-Kerala, und das größere Kovalam bietet mehr Infrastruktur. Wer portugiesisches Flair und Partyleben sucht, hängt einen Abstecher ins benachbarte Goa an. Die Strände des Südens sind selten Ziel für sich, sondern die entspannte Belohnung am Ende der Reise – ideal, um vor dem Rückflug noch einmal durchzuatmen.

Wie lange sollte man für Südindien einplanen?

Für Kerala allein reichen zehn bis zwölf Tage. Mit den Tempelstädten Tamil Nadus werden zwei bis drei Wochen daraus. Der Süden lässt sich gut entschleunigt bereisen.

Ist Kerala für die erste Indien-Reise geeignet?

Sehr gut sogar. Kerala gilt als das entspannteste Einstiegsziel: kurze Wege, viel Natur, milde Küche und eine ruhigere Atmosphäre als im Norden.

Lohnt sich eine Hausbootfahrt in den Backwaters?

Ja, sie ist ein Höhepunkt jeder Südindien-Reise. Als Geheimtipp lohnt statt des großen Hausboots eine Kanufahrt durch die schmalen Kanäle abseits von Alleppey.

Wann ist die beste Reisezeit für Kerala?

Oktober bis März ist am angenehmsten. Für eine Ayurveda-Kur reisen viele bewusst in der feuchteren Monsunzeit von Juni bis September an.

Der klassische Einstieg im Norden

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Zum Goldenen Dreieck

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