Kaziranga-Nationalpark: Panzernashörner, Zonen, Safari und Reisezeit

Kaziranga-Nationalpark: Panzernashörner, Zonen, Safari und Reisezeit

Der Kaziranga-Nationalpark in Assam liegt am Südufer des Brahmaputra und ist seit 1985 Welterbe. Er beherbergt rund zwei Drittel aller Panzernashörner der Welt und ist ein Tigerreservat. Vier Zonen sind für Safaris geöffnet: Mihimukh, Bagori, Agoratoli und Burapahar. Die beste Zeit ist von November bis April, die Safaris laufen von 7 bis 17.45 Uhr.

Kaziranga liegt in den Distrikten Golaghat, Nagaon und Biswanath im Nordosten Indiens. Der Brahmaputra fließt entlang des Parks auf seiner ganzen Länge; im Süden erheben sich die Hügel von Karbi Anglong, ringsum liegen Teegärten. Die Landschaft besteht aus Sumpf, hohem Elefantengras und flachen Wasserstellen. Dieser Ratgeber erklärt, welche Tiere du siehst, wie Elefanten- und Jeepsafari sich unterscheiden, welche Zonen es gibt, wann du reist, wo du übernachtest und was die Umgebung in Assam bietet. Kaziranga liegt im Bundesstaat Assam; wer auf der Suche nach Tigern ist, vergleicht den Park mit Ranthambore, wer Löwen sehen will, findet sie im Gir-Nationalpark.

LageSüdufer des Brahmaputra, Distrikte Golaghat, Nagaon und Biswanath, Assam
Welterbeseit 1985
Nashörnerrund zwei Drittel aller Panzernashörner der Welt
Weitere TiereTiger, Wildbüffel, Sumpfhirsch, Elefanten, Gangesdelfin
ZonenMihimukh (zentral), Bagori (west), Agoratoli (ost), Burapahar
SafarisElefanten in der zentralen und westlichen Zone, Jeep in allen vier Zonen
Zeiten7 bis 17.45 Uhr
Beste ZeitNovember bis April, am besten Ende Februar bis Anfang April
Anreise217 km von Guwahati, Bahnhof Jakhalabandha 50 km von Kohora

Welche Tiere siehst du in Kaziranga?

Kaziranga beherbergt rund zwei Drittel der Panzernashörner, der bedrohten indischen Nashornart, und ist ein Tigerreservat mit der weltweit höchsten erfassten Dichte an Bengaltigern. Dazu leben im Park die größte Population des asiatischen Wildbüffels und die letzten Sumpfhirsche des Ostens. Wegen dieser Tiere trägt der Park den Beinamen „Land der Big Five“: Nashorn, Tiger, Wildbüffel, Elefant und Sumpfhirsch. Auf der Bootssafari von Bhomoraguri kannst du den Gangesdelfin sehen. Selbst frische Tigerspuren im Schlamm sind ein Erlebnis; Nashörner mit Kälbern, Elefanten, Wildbüffel und Sumpfhirsche zeigen sich in den Sümpfen, im hohen Gras und an den flachen Wasserstellen. Der Park ist außerdem Heimat vieler Vogelarten. Einen Überblick über Tiere und Parks des Landes gibt die Seite Tierwelt, Nationalparks und Safari in Indien.

Welche Zonen und Safaris gibt es in Kaziranga?

Der Park hat vier Hauptzonen: die zentrale Zone Mihimukh, die westliche Zone Bagori, die östliche Zone Agoratoli und die Zone Burapahar. Für alle vier brauchst du zwei bis drei Tage. Die Elefantensafari gibt es nur in der zentralen und in der westlichen Zone. Die Plätze sind begrenzt, deshalb reservierst du im Voraus. Von einem Elefanten aus siehst du Nashörner und andere Tiere auf Augenhöhe, das eignet sich besonders für die Fotografie. Die Jeepsafari gibt es in allen vier Zonen; sie eignet sich für größere Entfernungen durch die verschiedenen Zonen. Eine Reiseroute durch Assam verbindet die Elefantensafari in der zentralen Zone mit einer Jeepsafari in der westlichen Zone auf dem Rückweg.

Die Safarizeiten sind von 7 Uhr morgens bis 17.45 Uhr abends. Die Führer wissen, wo sich Tiere aufhalten und welche Wasserstellen zu welcher Tageszeit besucht werden. Buche vor allem in der Hochsaison rechtzeitig, und plane mindestens zwei bis drei Tage ein, damit du mehrere Zonen sehen kannst. Als zusätzliche Aktivitäten bieten sich ein Besuch eines Teegartens, die archäologische Stätte Numaligarh, der Kakochang-Wasserfall in den Karbi-Bergen, ein Orchideenpark und Dörfer in der Umgebung an. In den angrenzenden Karbi-Bergen kannst du wandern und die Küche der Karbi probieren.

Wann reist du am besten nach Kaziranga?

Die beste Reisezeit ist von November bis April, die besten Tierbeobachtungen gibt es von Ende Februar bis Anfang April. Die Temperaturen im Monatsverlauf (Tiefst- bis Höchstwert in Grad Celsius): Januar 8,8 bis 26,9, Februar 10,4 bis 29,8, März 13,9 bis 33,8, April 17 bis 34,6, Mai 19,4 bis 35,1, Juni 22,2 bis 35,5, Juli 23,4 bis 35,9, August 23,6 bis 35,9, September 22,6 bis 35,5, Oktober 18,1 bis 34,1, November 13,5 bis 31,3 und Dezember 9,7 bis 27,6.

Im Januar und Dezember sind die Morgen mit unter 10 Grad kühl; nimm für die frühe Safari eine warme Jacke mit. Von Mai bis September liegen die Höchstwerte konstant bei etwa 35 Grad. Allgemeine Informationen bietet die Seite beste Reisezeit für Indien; gesundheitliche Vorbereitung beschreibt die Seite Gesundheit und Impfungen.

Wie kommst du nach Kaziranga und wo übernachtest du?

Kaziranga liegt 217 Kilometer von Guwahati entfernt an der Straße; Luxusbusse der staatlichen Verkehrsgesellschaft Assams und privater Anbieter fahren ab Guwahati, Taxis sind zu mäßigen Preisen erhältlich. Der Flughafen Guwahati (GAU) ist der größte der Region; näher liegen der Flughafen Jorhat, rund 95 Kilometer entfernt, und der Flughafen Tezpur (TEZ), von dort sind es etwa zwei Stunden Fahrt. Der nächste Bahnhof ist Jakhalabandha, 50 Kilometer von Kohora, dem zentralen Haltepunkt des Parks.

Die Tourismusbehörde Assams betreibt drei Lodges: Kohora-Bonani Lodge, Bonoshree Lodge und Kunjaban Lodge; Anfragen laufen über die Rufnummer 03776-262423. Daneben gibt es Hotels und Resorts in der Umgebung.

Tezpur und die Umgebung

Von Tezpur aus erreichst du den Park in etwa zwei Stunden. Die Stadt bietet das Bura-Chapori-Wildschutzgebiet, den Mahabhairab-Tempel, Agnigarh, das mit der Legende von Usha und Aniruddha verbunden ist, das Sonai-Rupai-Wildschutzgebiet, die Bamuni-Hügel, das Bharali Naamghar und den See Jyoti Bharati Poki.

Wer mehr Zeit mitbringt, sieht weitere Schutzgebiete Assams: Pobitora hat die höchste Dichte an Panzernashörnern der Welt, Manas ist ein Welterbe mit mehr als 20 bedrohten Arten, darunter Bengaltiger und Goldlangur, und zugleich das letzte Rückzugsgebiet des Zwergwildschweins. Dibru-Saikhowa ist ein Hotspot der Artenvielfalt und für die Weißflügel-Moschusente bekannt. Im Hollongapar-Gibbon-Schutzgebiet lebt der Hulock-Gibbon, Indiens einziger Menschenaffe.

Majuli, Tee und Bihu

Im Brahmaputra liegt Majuli, die größte Flussinsel der Welt. Im Samaguri Satra werden Masken in drei Formen gefertigt: Mukha, Lotokai Mukha und Bor Mukha. Assam ist Indiens größter Teeproduzent und erzeugt nahezu die Hälfte der nationalen Menge; das Tocklai-Teeforschungszentrum liegt in Jorhat. Roter Tee (Laal Saah) begleitet das Gericht Hulasaporir Pitha. Mehr zur Landwirtschaft und zum Tee findest du in der Seite Landwirtschaft in Indien; Teegärten im Himalaya zeigt Darjeeling.

Rongali Bihu bringt das assamesische Neujahr und beginnt am 15. April, dem ersten Tag des ersten Monats des assamesischen Kalenders. Es wird mit Bihu-Tanz und Liedern gefeiert und dauert etwa einen Monat im ganzen Bundesstaat. Das Fest fällt in den Frühling.

Weitere Erlebnisse in Assam

Die Tourismusbehörde Assams führt neben Elefanten- und Jeepsafari auch Radtouren, Trekking, Rafting und Bootsfahrten auf der Liste der Aktivitäten, dazu Flusskreuzfahrten auf dem Brahmaputra mit der „Mahabaahu“. Charaideo, Haflong, die einzige Bergstation des Bundesstaates, und Majuli mit dem Fest Raas Mahotsav gehören zu den Zielen, die sich mit Kaziranga verbinden lassen. Hinzu kommen die Tempel und Satras Assams und die buddhistischen Stätten des Bundesstaates.

Klima und Niederschlag

Das Klima ist subtropisch mit Monsun, die durchschnittliche Jahresniederschlagsmenge beträgt 1.320 Millimeter. Der Brahmaputra begleitet den Park auf seiner ganzen Länge, und die Landschaft aus Sumpf, hohem Gras und flachen Wasserstellen hängt vom Wasser des Flusses ab. Wegen der Regenzeit liegt die beste Zeit zum Besuch in den trockeneren Monaten von November bis April. Für die Anreise im Winter planst du warme Kleidung für die frühen Morgenstunden ein.

Eine Reiseroute durch Assam

Eine siebentägige Rundreise von Dibrugarh aus, die auf der Straße 685 Kilometer zurücklegt, zeigt, wie sich Kaziranga in eine Reise einfügt. Am fünften Tag endet die Etappe in Sibsagar, am sechsten Tag geht es früh nach Kaziranga, wo eine Übernachtung eingeplant ist. Dort steht am Morgen die Elefantensafari in der zentralen Zone an, auf dem Rückweg folgt die Jeepsafari in der westlichen Zone. Auf diese Weise sieht der Reisende Nashörner, Wildbüffel und Elefanten auf Augenhöhe und aus dem Fahrzeug, bevor die Reise weitergeht.

Welterbe und Schutzstatus

Die UNESCO nahm Kaziranga 1985 wegen seiner Natur in die Welterbeliste auf. Der Park ist zugleich ein Tigerreservat. Zum Beinamen „Land der Big Five“ gehören Nashorn, Tiger, Wildbüffel, Elefant und Sumpfhirsch, dessen östliche Population hier als letzte überlebt. Am 9. März 2024 besuchte der indische Premierminister den Park und unternahm eine Elefanten- und eine Jeepsafari. Die Tourismusbehörde Assams betreibt die Lodges Kohora-Bonani, Bonoshree und Kunjaban, und die Safaris laufen täglich von 7 bis 17.45 Uhr.

Geheimtipp

Beginne mit der Elefantensafari in der zentralen Zone früh am Morgen und fahre am selben Tag mit dem Jeep durch die westliche Zone, so siehst du zwei Zonen auf zwei Arten. Reserviere die Elefantenplätze vorab und bleibe mindestens zwei Nächte.

Wie viele Zonen hat Kaziranga?

Vier Hauptzonen: Mihimukh (zentral), Bagori (westlich), Agoratoli (östlich) und Burapahar.

Gibt es in Kaziranga Elefantensafaris?

Ja, in der zentralen und in der westlichen Zone. Die Plätze sind begrenzt, deshalb reservierst du im Voraus. Jeepsafaris gibt es in allen vier Zonen.

Wann ist die beste Reisezeit für Kaziranga?

Von November bis April, am besten von Ende Februar bis Anfang April.

Wie weit ist Kaziranga von Guwahati entfernt?

217 Kilometer auf der Straße.

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Verbinde Kaziranga mit Majuli, Tezpur und den Teegärten Assams.

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